Kapitalanlagerecht

Rechtsanwalt Dr. Römer ist auf das Kapitalanlagerecht spezialisierter, dem Schutz der Verbraucher und Anleger verpflichteter Interessenwahrer. Die Prozesschancen getäuschter Kapitalanleger sind häufig günstig - dies aufgrund verschwiegener wichtiger Informationen und/oder zum Teil eklatanter Fehler in den Verkaufsprospekten.

Durch fehlgeschlagene Kapitalanlagen werden in jedem Jahr Schäden in Milliardenhöhe angerichtet, die Millionen von Privatanlegern und Verbrauchern zu tragen haben. Die unterschiedlichen Anlageformen – vor allem Aktien und ihre Derivate, offene und geschlossene Fonds, sowie Immobilienkapitalanlagen – begründen unterschiedliche Antworten der Rechtsordnung bei fehlerhafter Aufklärung und Beratung des Kapitalanlegers. Als Anspruchsgegner kommen grundsätzlich alle in Betracht, die für den Erwerb der Kapitalanlage durch den Investor in irgendeiner Form Verantwortung tragen. Dies sind neben den im Zentrum der Haftung stehenden Banken in erster Linie die Initiatoren und Emittenten, die Anlageberater und Anlagevermittler sowie Treuhänder und Sachverständige. Die Haftung kann entfallen, wenn die entsprechende Information in einem Prospekt enthalten ist und der Berater davon ausgehen darf, dass der Kunde diesen gelesen und verstanden hat und ggf. von sich aus Nachfragen stellt.

Daneben ist im Verbraucherschutzrecht bei der Rückabwicklung fehlgeschlagener Kapitalanlagen eine erfreuliche, auf europarechtlichen Vorgaben beruhende Entwicklung zu beobachten. Bereits bei kleineren Formmängeln, z. B. einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung, hat der Anleger grundsätzlich die Möglichkeit, sich von einem zweifelhaften Investment und der mit ihm verbundenen Kreditfinanzierung zu lösen. Besonders aktuell sind die teilweise widerrechtlichen Praktiken im Zusammenhang mit dem Verkauf von Krediten.

Der Kenntnisstand gerade konservativer Anleger über Rechtsnatur und Wirkungsweise derivativer Aktien-, Index- und sonstiger Anlagezertifikate sowie hinsichtlich der Marktmechanismen, denen strukturierte Finanzprodukte unterliegen, steht häufig in krassem Gegensatz zu dem Risikopotenzial innovativer Kreationen des Kapitalmarkts. Dementsprechend hat sich in der Vergangenheit mancher ansonsten eher vorsichtige Anleger dazu überreden lassen, das für den Ruhestand vorgesehene Kapital in ein solch komplexes Finanzprodukt, eine Kombination eines echten Basiswerts mit einem eher virtuellen Derivat, zu investieren.

Nicht angesprochen und daher nicht bedacht wurde dabei zum Teil, dass ein Anlagezertifikat jenseits der oft schicken „Verpackung“ eine schlichte Inhaberschuldverschreibung darstellt, also nur ein Zahlungsversprechen des Emittenten beinhaltet. Kann das emittierende Bankhaus seine Verbindlichkeiten einmal nicht erfüllen, wird das Zertifikat, ob garantiert oder nicht, vollends wertlos – ohne Absicherung durch den Einlagensicherungsfonds.

Anders ist dies z. B. bei der Aktie, die eine Beteiligung an einem Unternehmen ist und bleibt, mag ihr Kurswert auch starken Schwankungen unterliegen.

Im Ausgangspunkt ebenfalls günstiger stellt sich die Beteiligung an einem offenen Immobilienfonds dar, der ein Sondervermögen begründet, dessen rechtliches und wirtschaftliches Schicksal getrennt von dem des Emittenten verläuft. Allerdings sind gerade in letzter Zeit einige solcher Fonds und insbesondere auch Schifffonds notleidend geworden, so dass die kurzfristige Verfügbarkeit des investierten Kapitals entgegen den berechtigten Erwartungen der Anleger zweifelhaft ist.

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